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Mathias Tomkowitzgestorben am 30. April 2026

Beitrag

Lieber Mathias,
liebe Kornelia und lieber Reinhard,

ich habe viele der Beleidsbekundigungen, tröstenden und berührenden Worte gelesen und selbst unter den eigenen Eindrücken und Gefühlen gespiegelt.

Hätte man vor zwei Wochen mit Euch dreien gesprochen, so hattet ihr bestimmt andere Gedanken und Pläne für die Zeit, die da vor Euch lag.

Ich habe ein wenig nachgedacht und möchte gerade der Mutter nachfolgendes sagen:

Als Maria, die Mutter Jesu, am Kreuz ihres Sohnes stand und zusehen musste, wie man ihren Sohn kreuzigte, waren das sicherlich Augenblicke, die sie sich nie gewünscht hat. Hätte man sie gefragt, ob sie diesem zustimmt, hätte sie, ich bin mir sicher, dies nie getan. Und trotzdem musste sie es geschehen lassen. In diesen Augenblicken war auch sie ganz alleine, obwohl viel Menschen um sie herum standen. Wie mag sie sich gefühlt haben? Was ist in ihrem Herzen passiert?

Ich denke auch an den Vater, die Mutter und auch an die Schwester von Mathias. Hätte man sie gefragt, hätten sie nie zugestimmt. ich bin mir sicher. Und trotzdem müssen sie es zulassen und dann denkt man vielleicht, dass man in solchen Augenblicken ganz alleine ist.

Heute Morgen habe ich etwas besonderes gelernt:

In dem Zeitraum der Prüfung schweigt der Lehrer!

Das heißt nicht, dass ihr alleine seit. Auch nicht nur bis Mittwoch. Niemals!

Wir können glauben, dass wir uns wieder sehen und wünschen Euch viel Kraft in dem absoluten Bewusstsein, dass wir Euch lieb haben. Es lebe auch das Bewusstsein, dass nach Karfreitag zuerst Ostern und dann auch Himmelfahrt gekommen ist.

Ein Freund.